5. Mai 2026
Ist der Staat noch demokratisch oder schon autoritär? Die Grenzen verschwimmen immer öfter: In der Slowakei baut ein linkspopulistischer Präsident den Rechtsstaat ab, in Tschechien hat ein rechtspopulistischer Premierminister den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Visier. Sind das schon Zeichen für eine illiberale Demokratie, wie Viktor Orbán sie in Ungarn erschaffen hat? Wahlen finden zwar statt, doch Freiheitsrechte und Rechtsstaatlichkeit werden beschnitten.
Wie kann sich eine Gesellschaft gegen Politiker mit autoritären Ambitionen wehren? Abwählen allein reicht nicht. Das erfährt gerade Polen, wo Regierung und Zivilgesellschaft versuchen, acht Jahre Staatsumbau rückgängig zu machen. Und die illiberale Demokratie findet längst weltweit Nachahmer. Welche Ideologie verbindet dieses Netzwerk. Welche Ideologie verbindet diese antidemokratischen Akteure? Und was bedeutet es für die EU, wenn eine einzige illiberale Regierung Entscheidungen blockieren kann?
Noch sind die Demokratien in Mittelosteuropa nicht verloren, wie die Proteste gegen Fico, Babiš und Orbán zeigen. Davon ist auch die polnische Journalistin und Soziologin Karoline Wigura überzeugt. Mit der Osteuropahistorikerin Martina Winkler diskutiert sie, wie autoritäre Politiker an die Macht kommen und wie die Zivilgesellschaft ihre demokratischen Institutionen schützen kann.
Die Journalistin Viktoria Großmann moderiert.
Foto: picture alliance/Anadolu/Robert Nemeti
| Reihe: | Europawochen 2026 |
| Datum: | 05.05.2026 |
| Beginn: | 19:00 |
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| Ort: |
Körber Forum
Kehrwieder 12 20457 Hamburg |