Was war los in Europa?

EU-News vom 30. Januar 2026

22.01.2026

Unser EU-Nachrichtenbriefing vom 16. bis 30. Januar 2026 informiert über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien, der Einführung der europäischen Unternehmensstruktur "EU Inc.", Investitionen in Künstliche Intelligenz sowie die Stärkung der Fluggastrechte.

EU und Indien schließen historisches Freihandelsabkommen

Am 27. Januar 2026 haben die Europäische Union und Indien ein umfassendes Freihandelsabkommen vereinbart, mit dem ein Markt von fast zwei Milliarden Menschen entsteht. Das Abkommen sieht vor, die EU-Ausfuhren nach Indien bis 2032 zu verdoppeln, indem Zölle auf 96,6 Prozent des Wertes der europäischen Warenexporte abgeschafft oder reduziert werden. Zugleich gilt es als geopolitisches Signal für regelbasierten Handel und diversifizierte Lieferketten. 

 „EU Inc“ - Neue europäische Rechtsform für Unternehmen

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte Ursula von der Leyen an, mit der neuen Unternehmensform „EU Inc.“ eine einheitliche, paneuropäische Struktur für Unternehmen zu schaffen. Künftig sollen Unternehmen innerhalb von 48 Stunden in allen Mitgliedstaaten online gegründet werden können. Das Ziel besteht darin, Wachstum und Investitionen zu fördern sowie die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. 

EU investiert 307 Mio. Euro in KI

Die Europäische Kommission startet zwei Förderaufrufe im Forschungsprogramm Horizont Europa und investiert insgesamt 307,3 Millionen Euro in künstliche Intelligenz, Robotik, Quanten- und Photoniktechnologien. Ziel ist es, vertrauenswürdige KI-Dienste zu fördern und die strategische Autonomie Europas zu stärken. 

Gratis Handgepäck 

Das EU-Parlament stärkt die Fluggastrechte. Passagiere sollen künftig eine kleine Tasche und ein größeres Handgepäckstück kostenlos mit an Bord nehmen dürfen. Außerdem sollen Zusatzgebühren für Sitzplatzreservierungen, Rechtschreibkorrekturen auf Tickets oder das Einchecken am Flughafen eingeschränkt werden. Dafür sprachen sich die Abgeordneten mit großer, fraktionsübergreifender Mehrheit aus.