Was war los in Europa?

EU-News vom 10.04.2026

07.04.2026

Unser EU-Nachrichtenbriefing vom 10. April 2026 informiert über eine neues Arbeitsprogramm zur Förderung der europäischen und ukrainischen Verteidigungsindustrie, Bemühungen der EU zur Sicherstelllung der Ölversorgung bei Energiestörungen im Nahen Osten sowie angekündigte Maßnahmen der EU zur Anpassung des EU-Emissionshandelssystems.

EU genehmigt Arbeitsprogramm zur Förderung der europäischen und ukrainischen Verteidigungsindustrie

Die Europäische Kommission hat am 30.03.2026 ein mit 1,5 Mrd. EUR ausgestattetes Arbeitsprogramm im Rahmen des Europäischen Programms für die Verteidigungsindustrie angenommen. Ziel ist, die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken und zu modernisieren, die Produktionskapazität zu steigern sowie den technologischen Fortschritt und die Widerstandsfähigkeit zu sichern. In diesem Rahmen wird die Zusammenarbeit mit der Ukraine verstärkt.

EU-Kommission fordert Mitgliedstaaten auf, die Ölversorgung bei Energiestörungen im Nahen Osten sicherzustellen

Mit Blick auf die Versorgungsunsicherheiten infolge des Iran-Konflikts und der Blockade der Straße von Hormus fordert die EU-Kommission die Mitgliedstaaten auf, mittels rechtzeitiger und koordinierter Vorbereitungen die Versorgung mit Öl und raffinierten Erdölerzeugnissen in der EU sicherzustellen. Insgesamt sieht die Kommission die EU angesichts der Verpflichtung der Mitgliedstaaten, Ölvorräte zu halten und Notfallpläne als Reaktion auf Versorgungssichervorfälle zu erstellen, dennoch gut vorbereitet. 

EU stärkt Stabilität und Vorhersehbarkeit ihres CO2-Marktes

Die EU-Kommission hat am 01.04.2026 konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Emissionshandelssystems (EU-EHS) angekündigt. Diese dienen dazu, die Marktstabilitätsreserve (MSR) des Emissionshandelssystems anzupassen, um die Stabilität und Vorhersehbarkeit des CO2-Marktes zu verbessern. Die EU sieht das Emissionshandelssystem als zentrale Triebkraft für die Dekarbonisierung. Daneben will die EU den Verbrauch fossiler Brennstoffe senken, die Abhängigkeit der Union von Einfuhren verringern und damit ihre Widerstandsfähigkeit stärken.