Meloni zu Gast bei der EU

Italiens neue Regierungschefin zu Besuch in Brüssel

Nachdem Italiens neue Regierungschefin Giorgia Meloni sich im Wahlkampf offen EU-feindlich positioniert hatte, führte ihre erste Auslandsreise ausgerechnet nach Brüssel. Dort kündigte sie eine größere Rolle Italiens innerhalb der Union an. 

Seit nun zwei Wochen leitet Meloni die drittgrößte Volkswirtschaft der EU. Sie selbst ist Mitglied der rechtsradikalen Partei Fratelli d'Italia und führt ein Regierungsbündnis mit der rechtspopulistischen Lega und konservativen Forza Italia an. Bisher war dementsprechend ein EU-feindliches Verhalten vonseiten der neuen Regierungschefin erwartet worden. Entgegen dieser Erwartung ist Meloni für ihren ersten Auslandsbesuch nach Brüssel gereist. Hier äußerte sie, dass sie mit der vorgefundenen Atmosphäre sehr zufrieden sei und besprach Themen wie den Russland-Ukraine Krieg, die Energiekrise und die Flüchtlingswellen. Zuvor hatte sie der Ukraine bereits weiterhin die Unterstützung Italiens zugesagt. 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete das Treffen mit Meloni als "starkes Signal" und bedankt sich im Nachgang per Twitter bei der italienischen Regierungschefin.