Wahl in Italien

Italien rückt nach rechts

Nach Schweden folgt nun auch Italien mit einem deutlichen politischen Ruck nach rechts. Das Parteienbündnis von Fratelli d'Italia, Lega Nord und Forza Italia unter Giorgia Meloni gewinnt laut Hochrechnungen die vorgezogene Wahl in Italien. Diese hat jetzt die Möglichkeit, als Ministerpräsidentin die Nachfolgerin von Mario Draghi zu werden.

Nach dem Rücktritt von Ex- Ministerpräsident Mario Draghi aufgrund von Brüchen innerhalb seines Regierungsbündnisses kam es nun in Italien zu vorgezogenen Neuwahlen. Das Parteienbündnis um die rechtsradikale Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) hat das Rennen laut Hochrechnungen wohl mehr als deutlich gewonnen. Die Parteien sind ganz klar nationalistisch, EU-kritisch und teilweise sogar bereits offen rassistisch aufgefallen.

Mit Giorgia Meloni wäre zum ersten Mal eine Frau Ministerpräsidentin Italiens. Diese hat sich bereits früh in einer Jugendorganisation einer neofaschistischen Partei politisch engagiert und wurde 2006 erstmals ins Parlament gewählt. Kurz darauf wurde sie unter Silvio Berlusconi, der jetzt ebenfalls zu ihrem rechten Parteienbündnis gehört, zur Ministerin für Jugend und Sport ernannt.

Das rapide gestiegene Ansehen von Melonis Partei ist vor allem auf ihre ehemalige Rolle in der Opposition zurückzuführen. Sie wird von vielen Italienern nicht für die Krisen der letzten Jahre verantwortlich gemacht. Klicken Sie hier, um genaueres zu den Hintergründen und Ereignissen dieser Wahl zu erfahren.