Unser EU-Nachrichtenbriefing vom 14. August 2026 informiert über neue Verpackungsvorschriften, EU-Flaggschiff-Satellitenkonstellation IRIS² und den Scaleup Europe Fund.
Ab dem 12.8.2026 gelten in der gesamten Europäischen Union neue Vorschriften im Rahmen der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR). Dazu gehören strenge Grenzwerte für sogenannte "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) in Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Das schützt Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Umwelt noch besser. Weitere PPWR-Vorschriften treten schrittweise in Kraft, die wichtigsten müssen ab 2030 angewendet werden. Dazu gehören Vorschriften zur Recyclingfähigkeit und sehr kleinen Einweg-Kunststoffverpackungen in Hotels und Restaurants.
Die EU-Flaggschiff-Satellitenkonstellation IRIS² kann vorzeitig in Betrieb gehen. Die Europäische Kommission und das SpaceRISE-Konsortium haben eine Vereinbarung zur beschleunigten Einführung unterzeichnet.
Die Vereinbarung fügt dem Programm unter anderem 66 Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn hinzu, bringt die Hauptkonstellation auf 348 Satelliten und verschiebt sie von der Planung zum vollständigen Einsatz. Sobald die Konstellation einsatzbereit ist, wird sie eine souveräne, sichere und äußerst zuverlässige Konnektivität für europäische Regierungen, Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie Rettungsdienste in ganz Europa bieten. Konkrete nächste Schritte sind nun in Kraft, um die ersten Markteinführungen bis 2029 zu erreichen.
Die EU-Kommission kündigt an, dass der Scaleup Europe Fund nun voll einsatzfähig ist und erste Investitionen in wichtige europäische Unternehmen tätigen kann. Ziel ist es, strategische Unternehmen beim Wachstum und bei der Expansion zu unterstützen und damit Europas wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Der Fonds soll insbesondere private Investitionen mobilisieren und Unternehmen dabei helfen, ihre Finanzierungsmöglichkeiten zu verbessern. Dadurch will die EU verhindern, dass vielversprechende europäische Unternehmen aufgrund fehlenden Kapitals ins Ausland abwandern oder von ausländischen Konkurrenten übernommen werden. Gleichzeitig soll die Initiative dazu beitragen, strategische Technologien und Wertschöpfungsketten in Europa zu halten und auszubauen.